Taizé
Frère Roger in der Nacht ermordet
Frère Roger in der Nacht ermordet
Länge: 1:29 min
Ö1 Morgenjournal - Cornelia Primosch
Eine offenbar geistig verwirrte Frau hat den Begründer der ökumenischen christlichen Glaubensgemeinschaft im französischen Taizé erstochen: Frère Roger starb im Alter von 90 Jahren an seinen schweren Verletzungen, nachdem die Rumänin mit einem Messer auf ihn losgegangen war, wie der Sprecher der ökumenischen Gemeinschaft in Taizé mitteilte.
Mörderin überwältigt
Augenzeugen überwältigten die 36-Jährige. Sie habe keinen Widerstand geleistet, als die Polizei sie festgenommen habe, teilte der zuständige Staatsanwalt mit. Der Weltjugendtag reagierte bestürzt auf den gewaltsamen Tod von Frère Roger. Sein Nachfolger wird dem Sprecher zufolge der deutsche Glaubensbruder Alois.
Dreimal in den Rücken gestochen
Die Frau habe den 90-Jährigen beim Abendgebet mit einem Messer dreimal in den Rücken gestochen, verlautete am späten Dienstagabend von der französischen Polizei. Der Sprecher der Taizé-Gemeinde sagte dagegen, Frère Roger sei am Hals getroffen worden. Die Frau habe sich dem alten Mann während des Abendgebets genähert und ihn angegriffen. "Wir haben den Schrei gehört und uns umgedreht, aber da war es schon geschehen."
Gemeinde unter Schock
"Wir stehen unter Schock", sagte ein Mitglied der ökumenischen Gemeinschaft. "Niemand versteht, was gerade passiert ist." In der südburgundischen Ortschaft hielten sich etwa 2500 junge Leute aus aller Welt auf, als die Frau den Theologen tödlich verletzte. Jährlich reisen fast 100.000 Gläubige nach Taizé, um dort in sich zu gehen und mit den Glaubensbrüdern zu beten.
Trauer auch in Köln
Der Weltjugendtag reagierte bestürzt auf Frère Rogers Tod. Alle Teilnehmer des Weltjugendtages "beten für diese große Persönlichkeit", erklärte der Generalsekretär des diesjährigen Weltjugendtags, Prälat Heiner Koch. "Frère Roger ist der katholischen Kirche immer tief verbunden gewesen." Zuletzt seien "alle froh und dankbar" gewesen, dass der zunehmend schwächer werdende 90-Jährige im April am Begräbnis von Papst Johannes Paul II. teilgenommen habe. "Nun ist er beim Vater im Himmel angekommen", erklärte Koch. "Die Trauer ist groß. Die Hoffnung auf die Auferstehung überwiegt."
"Ein Mann der Liebe und des Friedens"
Der frühere französische Kulturminister Jack Lang äußerte sich ebenfalls bestürzt. Frère Roger sei "ein Mann der Liebe und des Friedens" gewesen, erklärte Lang in Paris. Er habe ihn - zusammen mit dem ehemaligen französischen Staatschef François Mitterrand - regelmäßig an Pfingsten besucht und mit ihm "die Leidenschaft der Hoffnung" geteilt. "Wir werden viele sein, die heute um diese Lichtgestalt weinen."
Christen aus aller Welt
Papst Benedikt XVI. hatte Frère Roger bei der Totenmesse für seinen Vorgänger Johannes Paul II. im April überraschend die Kommunion erteilt, was eigentlich der katholischen Lehre widerspricht. In dem französischen Kloster Taizé werden schon seit längerem während der Gebetszeiten gleichzeitig das evangelische Abendmahl und die katholische Kommunion verteilt. Frère Roger hatte die ökumenische Gemeinschaft der Taizé-Brüder 1940 im ostfranzösischen Burgund gegründet. Sie ist vor allem bei jungen Christen aus aller Welt sehr beliebt. Die ökumenische Gemeinschaft will das Anliegen ihres Gründers verwirklichen und die Spaltung der Christen überwi//
Mörderin überwältigt
Augenzeugen überwältigten die 36-Jährige. Sie habe keinen Widerstand geleistet, als die Polizei sie festgenommen habe, teilte der zuständige Staatsanwalt mit. Der Weltjugendtag reagierte bestürzt auf den gewaltsamen Tod von Frère Roger. Sein Nachfolger wird dem Sprecher zufolge der deutsche Glaubensbruder Alois.
Dreimal in den Rücken gestochen
Die Frau habe den 90-Jährigen beim Abendgebet mit einem Messer dreimal in den Rücken gestochen, verlautete am späten Dienstagabend von der französischen Polizei. Der Sprecher der Taizé-Gemeinde sagte dagegen, Frère Roger sei am Hals getroffen worden. Die Frau habe sich dem alten Mann während des Abendgebets genähert und ihn angegriffen. "Wir haben den Schrei gehört und uns umgedreht, aber da war es schon geschehen."
Gemeinde unter Schock
"Wir stehen unter Schock", sagte ein Mitglied der ökumenischen Gemeinschaft. "Niemand versteht, was gerade passiert ist." In der südburgundischen Ortschaft hielten sich etwa 2500 junge Leute aus aller Welt auf, als die Frau den Theologen tödlich verletzte. Jährlich reisen fast 100.000 Gläubige nach Taizé, um dort in sich zu gehen und mit den Glaubensbrüdern zu beten.
Trauer auch in Köln
Der Weltjugendtag reagierte bestürzt auf Frère Rogers Tod. Alle Teilnehmer des Weltjugendtages "beten für diese große Persönlichkeit", erklärte der Generalsekretär des diesjährigen Weltjugendtags, Prälat Heiner Koch. "Frère Roger ist der katholischen Kirche immer tief verbunden gewesen." Zuletzt seien "alle froh und dankbar" gewesen, dass der zunehmend schwächer werdende 90-Jährige im April am Begräbnis von Papst Johannes Paul II. teilgenommen habe. "Nun ist er beim Vater im Himmel angekommen", erklärte Koch. "Die Trauer ist groß. Die Hoffnung auf die Auferstehung überwiegt."
"Ein Mann der Liebe und des Friedens"
Der frühere französische Kulturminister Jack Lang äußerte sich ebenfalls bestürzt. Frère Roger sei "ein Mann der Liebe und des Friedens" gewesen, erklärte Lang in Paris. Er habe ihn - zusammen mit dem ehemaligen französischen Staatschef François Mitterrand - regelmäßig an Pfingsten besucht und mit ihm "die Leidenschaft der Hoffnung" geteilt. "Wir werden viele sein, die heute um diese Lichtgestalt weinen."
Christen aus aller Welt
Papst Benedikt XVI. hatte Frère Roger bei der Totenmesse für seinen Vorgänger Johannes Paul II. im April überraschend die Kommunion erteilt, was eigentlich der katholischen Lehre widerspricht. In dem französischen Kloster Taizé werden schon seit längerem während der Gebetszeiten gleichzeitig das evangelische Abendmahl und die katholische Kommunion verteilt. Frère Roger hatte die ökumenische Gemeinschaft der Taizé-Brüder 1940 im ostfranzösischen Burgund gegründet. Sie ist vor allem bei jungen Christen aus aller Welt sehr beliebt. Die ökumenische Gemeinschaft will das Anliegen ihres Gründers verwirklichen und die Spaltung der Christen überwi//
로제 형제님의 죽음에 갑자기 멍해졌습니다,
결국은 순교하신 건가요!
끝까지 젊은이들을 지켜주시려다 말이지요!!!
가톨릭 젊은이들의 잔치로 유럽의 젊은이들은 축제의 분위기에 휩싸여 있는데
너무나도 안타까운 일입니다!
그렇지만 가톨릭은 영원히 그분을 기억할 것 같습니다.
로제 형제님께서 주님 안에서 영원한 안식을 얻으시기를 기도합니다...
비엔나댁